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Katholische 

Pfarrei 

Sankt Michael

 

 

 

Aschersleben
Alsleben
Güsten

(03473) 2929
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Aschersleben

Die Heilig-Kreuz-Kirche auf dem Marktplatz in Aschersleben wurde um 1280 gebaut und ist somit die älteste erhaltende Kirche der Stadt. Bis 1525 war sie Klosterkirche der Franziskaner. In Folge des Bauernkrieges wurden die Klostergebäude abgerissen. Die Kirche diente als Ratsscheune, Stall und Magazin. 1698 wurde sie als Kirche wiederhergestellt und der Reformierten Gemeinde übergeben, später ab 1722 wurde sie auch als Garnisionskirche genutzt. 1976, als die Kirche von der Reformierten Gemeinde nicht mehr genutzt wurde, erwarb sie die katholische Gemeinde, und nach größeren Instandsetzungen wurde sie 1979 von Bischof Johannes Braun eingeweiht. Der Patron der Marktkirche „Heilig Kreuz“ geht zurück auf einen der vier Altäre der alten Klosterkirche, von denen einer „St. crucis“ genannt wurde.

 

Kirche Aschersleben außen

Kirche Aschersleben innen1

 

Die Kirche ist ein frühgotischer, einschiffiger, gewölbter Bau ohne Apsis und Turm. Die 5 Gewölbejoche sind durch 4 schlichte Strebpfeiler an der Nord und Südwand gegliedert. Von den Eckpfeilern ist der nordwestliche stärker, weil er eine Spindeltreppe enthält. Die Nordwand zeigt 2 verblendete Bögen. Hier schloss sich einst der Kreuzgang zu den Klostergebäuden an. Das Straßenpflaster (Parkplatz vor dem Kino) markiert die Umrisse der Klostergebäude, die bei archäologischen Arbeiten 2001 entdeckt wurden. Die Fenster sind im Übergangsstil in dreiteiligen Gruppen zwischen je zwei Strebpfeilern angeordnet. Die teilweise erfolgte Vermauerung der Fenster und der Durchbruch kleiner rechteckiger Luken hängt mit der Verwendung des Baus als Schuppen und Magazin im 16. Jhr. zusammen. Die Westseite und der Portalbereich wurde zuletzt grundlegend durch Stadtarchitekt Hans Heckner verändert. 1909 erhielt die Kirche durch Heckner einen kleinen Glockenturm. Das Geläut besteht aus drei Glocken. Die älteste stammt von 1920, noch von der reformierten Gemeinde. Die kleine Glocke trägt die Aufschrift: „Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden und den Menschen ein Wohlgefallen.“ Die mittlere Glocke: „Im Kreuz ist Heil“ Die große Glocke: „Ste. Michael, ora pro nobis“ – Heiliger Michael, bitte für uns!

 

Kirche Aschersleben innen2

Kirche Aschersleben Fenster

 

Der einhallige Kirchenraum aus der Frühgotik besitzt 5 Joche, von denen nur 4 zu sehen sind. Denn inzwischen ist das letzte Joch im Osten – am Altarraum -abgetrennt. Die Kreuzgewölbe gipfeln in einfachen Schlusssteinen. Im Altarraum ist ein spätgotischer Flügelaltar zu sehen, der aus Löbejün stammt. Dargestellt ist im Mittelschrein Maria, die Gottesmutter, die von den Aposteln Petrus und Paulus flankiert wird. In den Seitenschreinen sind rechts die Hl. Dorothea und links die Hl. Margarete zu sehen. Auf den Außenflügeln sind Bilder der Menschwerdung Christi dargestellt und nur in der Adventszeit zu sehen. In der Fastenzeit wird der Altar mit einem Hungertuch verhüllt. Das Kreuz darüber ist ein Abguss eines spätgotischen Kreuzes aus Süddeutschland. Altar, Ambo und Tabernakel sind aus einer Dresdener Werkstatt. Die Tabernakeltüren schuf 2001 der Künstler Egon Sellin, Magdeburg. Der Kreuzweg wurde vom Künstler Bernhard Langer 1991 entworfen und enthält auch eine 15. Station, die auf die Auferstehung verweist. Die spätgotische Madonna mit Kind am Eingang der Kirche, rechter Seite, lädt hier zum Gebet und zum Entzünden einer Kerze ein. Die Orgel, deren barocker Prospekt von ca. 1740 stammt, wurde von der Firma Ernst Röver 1919 gebaut. Es ist vermutlich sein letztes Werk gewesen. Die pneumatische Orgel hat 37 Register und 3 Manuale.

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Im Saal der Kirche (nicht öffentlich zugänglich) befindet sich ein Epitaph des 1724 verstorbenen Oberleutnant Louis de Feyrac. Das Epitaph enthält vielerlei Kriegsgerät (Fahnen, Waffen) und Werkzeuge des Festungsbaus (Spaten, Schubkarren, Leitern).

 

Im Sommer ist die Kirche regelmäßig geöffnet und dient vielen Passanten als Ort der Ruhe, des Gebetes und der Besinnung.

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